Zum Hauptinhalt springen

Wir planen, bauen und betreuen ökotechnische Anlagen zur Klärschlammvererdung auf Basis von Schilfkulturen

Jede Ressource ist nur so gut wie ihre Verwertung – deswegen setzen wir auf die Kraft natürlicher biologischer Prozesse und klug angewandte Ökotechnik. Auf diese Weise erwächst aus einem Entsorgungsproblem ein Lebenselixier für Böden und Pflanzen.

Wir planen, bauen und betreuen ökotechnische Anlagen zur Klärschlammvererdung auf Basis von Schilfkulturen

Jede Ressource ist nur so gut wie ihre Verwertung – deswegen setzen wir auf die Kraft natürlicher biologischer Prozesse und klug angewandte Ökotechnik. Auf diese Weise erwächst aus einem Entsorgungsproblem ein Lebenselixier für Böden und Pflanzen.

Über die Räumung auf der Klärschlammvererdungsanlage
Gudensberg-Maden


14 Jahre hat Beet Nummer 3 der Vererdungsanlage Gudensberg-Maden in Hessen Klärschlamm aufgenommen, entwässert und vererdet. Anfang August 2020 wurde es nun zum ersten Mal geräumt. Die gesamte Klärschlammerde wird als EKO-TERRA landwirtschaftlich verwertet. Räumung und Verwertung werden komplett von EKO-PLANT organisiert und durchgeführt. Im Interview berichtet Mike Maurer, Leiter der Kläranlage, über seine Erfahrungen mit der Klärschlammvererdung und der Zusammenarbeit mit EKO-PLANT.


EKO-PLANT Klärschlammvererdung

Sauber, leise, nachhaltig.
So einfach ist das.


Bei der Abwasserbehandlung in Kläranlagen entstehen große Mengen Klärschlamm, die entsorgt werden müssen. Klär­schlamm besteht zu rund 98 Prozent aus Wasser, daher ist die Ent­wässer­ung der ent­schei­dende Schritt, um die Entsor­gungs­menge zu verringern. Das bewerk­stelligen in den meisten Fällen große Maschinen wie Filter­pressen oder Dekanter. Mittler­weile hat sich aber ein alternatives Ver­fahren etabliert: die öko­tech­nische Klärschlamm­vererdung.

Unser bis ins Detail aus­ge­klügel­tes, natur­nahes Ent­wässer­ungs­­ver­fahren für Klär­schlamm ist seit den 1990er-Jahren erfolg­reich im Ge­brauch. Schilf (Phragmites australis) in modu­laren, speziell an­gelegten Beeten über­nimmt die zentralen Auf­gaben der Ent­wäs­ser­ung, der Stabi­li­sier­ung und der Hygien­isier­ung des Klär­schlamms. Jede unserer An­lagen ist indi­viduell auf unsere Kunden aus­gerichtet, allen gemein ist die Be­stück­ung mit den in unserer haus­eigenen Gärtnerei auf­ge­zogenen, leistungs­fähigen Schilf­pflanzen.

 


Mehr als nur Entwässerung

Eine Klärschlammvererdungsanlage besteht aus einem oder mehreren großflächigen Beeten, die nach unten durch Folie abgedichtet, mit einer Drainageschicht überbaut und eng mit Schilf bepflanzt sind. Das Schlammwasser des eingeleiteten Klärschlamms versickert zum einen in die Drainageschicht und wird zur Kläranlage abgeführt, zum anderen wird es von den Schilfpflanzen aufge­nommen und über deren Blatt­ober­fläche verdunstet. 
Im Wurzel­raum der Schilf­beete entwickelt sich eine komplexe Lebens­gemein­schaft aus Bak­terien, Pilzen und anderen Mikro­orga­nismen. Sie verstoff­wechseln die orga­nischen Bestand­teile des Klär­schlamms und minera­lisieren sie. Auch organische Schad­stoffe werden reduziert, ebenso Krank­heits­erreger. Als Ergebnis entsteht eine fein­porige, geruchs­neutrale, stark humus­haltige Klärschlamm-Erde von krümeliger Struktur.
Für die Verer­dung sind sowohl aerobe als auch anaerobe Klär­schlämme geeignet. Anlagen­größe, Aufbau und Steuerung werden an die je­weilige Schlamm­menge, -qualität sowie weiteren Bedarfen der Klär­anlage (bspw. zukünftige Ent­wicklung) angepasst. 
 

Ganzjährige Entwässerungsleistung

Vererdungsbeete können ganzjährig mit Klärschlamm beschickt werden - sogar im Winter. Die Entwässerungs- und Vererdungs­prozesse laufen stetig weiter und lassen die Klärschlammerde mitsamt dem Schilfbestand in die Höhe wachsen. Nach 8 bis 12 Jahren ist ein Beet gefüllt. Es folgt eine mehrmonatige Trocken- und Ruhephase, in der der Vererdungsprozess und die Entwässerung weiterlaufen. Währenddessen nehmen die anderen Beete den anfallenden Klärschlamm auf. Nach der Ruhephase wird das Beet „geräumt“: Die Klärschlammerde wird ausgebaggert und mit Sattelzügen zur landwirtschaftlichen oder thermischen Verwertung abtransportiert. Dabei wird Klärschlammerde mit Rhizomen im Beet belassen, so dass das Schilf wieder austreiben und das Beet erneut mit Klärschlamm beschickt werden kann. 

Beeträumung

Zusätzliche Massenreduktion

Über die physikalische Entwässerung durch die Schilfpflanzen hinaus reduziert der biologische Abbau die Masse des eingeleiteten Klärschlamms zusätzlich. Die organische Substanz wird zu Wasser und CO2 abgebaut und die eingebrachte Trockensubstanz dadurch um 40 bis 50 Prozent verringert. Insgesamt erreichen Klärschlamm­vererdungsanlagen eine Massenreduktion von durchschnittlich 93-98 Prozent und damit eine geringere zu verwertende Restmenge, als maschinelle Entwässerungsverfahren.
Wird die geräumte Klärschlammerde vor der Verwertung auf einer sogenannten Nachlagerfläche einige Monate zwischengelagert, laufen die biologischen Abbauprozesse und Entwässerung weiter und die Restmenge verringert sich noch einmal.
 

Schwankende Abwassermengen

In Urlaubs- und Tourismusgebieten kommt es immer wieder zu saisonal schwankenden Abwassermengen. Damit die Klär-
schlammvererdung und Abwasserreinigung trotz großen Schwankungen mühelos bewältigt wird, passen sich die Schilfbeete einer Klärschlammvererdungsanlage flexibel an. Deutschlands zweitgrößte Nordseeinsel Norderney setzt seit über 30 Jahren erfolgreich auf das System einer Klärschlammvererdungsanlage.

Schwankende Abwassermengen

Abwassermengen, Tourismus, Büsum
Die Hochleistungsvererdung ist speziel für anaerob stabilisierte Klärschlämme entwickelt worden

Speziell entwickelt für anaerob stabilisierte Klärschlämme

Hochleistungsvererdung

Übersicht über unsere Referenzen

Referenzen Klärschlammvererdung

EKO-PLANT Vererdungsanlagen